Vielleicht kennst du das Gefühl:
Du willst etwas verändern. Doch du wiederholst bestimmte Muster.
In Beziehungen. Im Beruf. Im Umgang mit deinem Körper.
Warum passiert mir das immer wieder?
Viele Jahre Familienaufstellungen haben mir tiefe Erkenntnisse gebracht:
Die Wichtigste zuerst: Ein großer Teil unseres Lebens wird von unbewussten Dynamiken gesteuert.
Unbewusst heißt: Es wirkt – ohne dass du es merkst. Aufstellungsarbeit macht genau das sichtbar. Sie zeigen verborgene Bindungsmuster im Familiensystem. Du kannst dir das so vorstellen: Deine unbewusste Aufmerksamkeit ist an jemanden gebunden. Nicht weil, er dich gefesselt hat. Diese Bindung entsteht vorallem durch das Bedürfnis Dazuzugehören. Durch diesen Wunsch Teil vom System, der Gruppe oder der Familie sein zu wollen, halten wir daran fest. So können wir beobachten, dass Krankheiten, Schmerz, Angst oder ähnliche Schicksale sich über Generationen wiederholen.
1. Selbstverantwortung verändert alles
Vielleicht wartest du noch darauf, dass sich im Außen etwas ändert.
Doch echte Bewegung beginnt innen.
2. Unterdrückte Gefühle wirken weiter
Gefühle, die du nicht fühlen willst, verschwinden nicht.
Sie wirken im Hintergrund weiter. Viele von uns kennen das. Unterdrücken wir Emotionen, sprechen sie über den Körper.
Erschöpfung oder innerer Unruhe wird laut. Stark zu sein im außen und innen fühlt es sich eng an.
Gefühle wollen gesehen werden. Ohne Bewertung. Ohne Urteil.
3. Deine innere Stimme ist klarer als du denkst
In der Aufstellungsarbeit erlebe ich immer wieder: Sobald Menschen still werden, taucht eine klare innere Wahrheit auf.
4. Familiendynamiken prägen dein Leben
Viele Konflikte haben weniger mit deinem Partner oder deinem Chef zu tun – und mehr mit alten Bindungsmustern.
In einer Aufstellung wird sichtbar,
wo du gebunden bist, um dazuzugehören.
5. Deine innere Haltung zur Mutter und zum Vater ist schöpferisch
Deine innere Haltung zur Mutter und zum Vater beeinflusst dein Selbstwertgefühl, deine Partnerschaft, deinen Erfolg.
Kannst du deine Eltern nehmen? Und das Leben, das von ihnen kommt? Oder kämpfst du noch?
Es geht nicht darum, etwas schönzureden. Deine Haltung ist entscheidend.
Dankbarkeit bedeutet nicht, alles gutzuheißen. Es geht um Anerkennung von dem, was ist und war.
Vielleicht beginnt alles mit einer einfachen Frage:
Was in meinem Leben wirkt – ohne dass ich es bisher sehen konnte?
2013 besuchte ich ein Seminar zum Thema „Mutter“.
Dort erlebte ich etwas sehr Klärendes.
In einer sogenannten Gegenüberstellung – eine Form der Aufstellungsarbeit – stand mir eine Frau gegenüber, die meine Mutter repräsentierte.
Familienaufstellung nach Hellinger bedeutet:
Innere und familiäre Dynamiken werden im Raum sichtbar gemacht. Unbewusste Bindungsmuster zeigen sich oft über Körperhaltung, Gefühle oder Impulse. Was sonst verborgen wirkt, zeigt sich.
Im Seminar reagierte mein Körper sofort. Er zeigte mir in Körpersprache auf: Ich habe mich viel zu groß gemacht.
Mir wurde klar: ich stellte mich unbewusst über meine Mutter.
Vielleicht hast du schon mal von dem Ausdruck gehört sich „Groß-Machen“:
Ein Kind verlässt seinen angemessenen Platz als Kind und stellt sich über die Eltern. Dadurch übernimmt es zwangsläufig Verantwortung für die Älteren. Obwohl es nicht seine Aufgabe ist – das löst inneren Druck und eine emotionale Last aus. Das Kind verliert an eigener Kraft.
Kennst du das?
Zu wissen, was deine Mutter hätte anders machen sollen?
Dich innerlich verantwortlich zu fühlen – vielleicht bis heute?
In dieser Gegenüberstellung wurde mir klar: Ich hatte mich innerlich größer gemacht. Mit dieser Erkenntnis bin ich innerlich einen Schritt zurückgetreten. Ich bin von meinem hohen Roß runter gestiegen. Dadurch konnte ich endlich meine Mutter in ihrer Größe sehen.
Alles in mir veränderte sich sofort. Mein Körper konnte wieder atmen. Der Druck ist abgefallen.
Es kam Ruhe. Es kam Wärme. Es kam Kraft zurück. Nicht, weil alles perfekt war. Ich kam wieder auf meinem Platz.
Warum ich das hier teile
Die Beziehung zur Mutter prägt unser Leben tief.
Unsere Haltung zu ihr wirkt oft wie ein inneres Programm.
Kann ich nehmen? Oder kämpfe ich noch?
Bin ich im Vorwurf? Oder in Dankbarkeit?
Viele Herausforderungen im Leben – Erschöpfung, Konflikte, das Gefühl „nicht richtig am Platz zu sein“ – stehen in Verbindung mit solchen unbewussten Dynamiken.
Sie lassen sich verändern!!!!
Bleib dran: im Frühling 2026 wird es wieder ein Seminar mit dem Thema “Mutterliebe” geben. Ich freue mich drauf.




