Eine Reise der Selbsterkenntnis

Kennst du das, dass ein Gefühl dein ganzes Leben ins Wanken bringt?

In meiner Jugend gab es eine Situation, in der ich mich selbst buchstäblich vernichtet habe. Ich stand nicht zu mir selbst. Aufgrund meiner Gefühle zu dem gleichen Geschlecht, begann ich mich innerlich zu verurteilen.

Ich ließ meine Gefühle nicht zu und kämpfte gegen mich selbst.

Tief in mir entstand eine Überzeugung: Ich muss leiden. Ich muss die Krankheiten meiner Familie tragen.

Heute weiß ich:

Das war eine unbewusste Entscheidung. Ein innerer Versuch, mich zu rechtfertigen.

Kennst du solche inneren, heimlichen Verträge?

Gedanken, die kein Mensch hört – die aber dein ganzes Leben steuern?

Wenn der Körper folgt.

Innerhalb von zwei Jahren entwickelte ich massive Symptome:

Schwindel. Doppelsehen. Schwäche und schließlich Fibromyalgie – eine chronische Schmerzerkrankung von Muskeln und Bindegewebe. Mein Körper tat genau das, was ich innerlich entschieden hatte:

Er opferte sich.

In der systemischen Arbeit – zum Beispiel in der Familienaufstellung – nennt man das „Groß-Machen“.

„Groß-Machen“ bedeutet:

Ein Kind verlässt innerlich seinen Platz als Kind.

Es übernimmt Verantwortung für das Schicksal der Eltern oder der Familie.

Es will tragen, retten oder ausgleichen.

Doch wenn ein Kind größer wird als seine Eltern, verliert es seine Wurzelkraft.

Der Körper reagiert.

Hast du dich jemals größer gemacht, als es dir gut tat?

Mehr getragen, als dein Leben eigentlich wollte?

Das Wunder begann leise

In der tiefsten Phase meiner Schmerzen geschah etwas Unerwartetes.

Ich spürte eines Nachts eine innere Kraft.

Heute nenne ich sie meine Seele.

Eine klare Botschaft kam:

„Berühre deine schmerzhaften Stellen. Streichele sie.“

Ich begann, meine schmerzenden Körperbereiche sanft zu berühren.

Nicht wegmachen.

Nicht bekämpfen.

Sondern liebevoll da sein.

Und langsam geschah etwas.

Die Schmerzen wurden weniger.

Mein Lachen kam zurück.

Meine Lebensfreude kehrte zurück.

Ich verstand:

Mein Körper ist nicht mein Feind.

Er folgt meiner inneren Haltung.

Wie gehst du mit deinem Körper um, wenn er Symptome zeigt?

Bekämpfst du ihn? Oder hörst du zu?

Wo in deinem Leben spürst du Enge?

Und was würde dein Körper sagen, wenn er ehrlich sprechen dürfte?

Verstehen, was wirkt

Ich begann, mich intensiv mit inneren Mustern zu beschäftigen.

Ich absolvierte eine NLP-Ausbildung am Mindsystems Institut in München.

NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) bedeutet:

Zu verstehen, wie Gedanken, innere Bilder und Sprache unser Erleben und sogar unsere Gesundheit beeinflussen.

Ich erkannte meine unbewussten Glaubenssätze.

Zum Beispiel:

Ich muss leiden, um dazuzugehören.

Selbstbestrafung bringt Ausgleich.

Als ich diese Muster veränderte, veränderte sich mein Leben.

Mein Körper stabilisierte sich.

Später führte mich mein Weg zur Arbeit von Bert und Sophie Hellinger.

Dort fand ich die systemische Aufstellungsarbeit – das Sichtbarmachen unbewusster Bindungs- und Familiendynamiken.

Mehr dazu gerne bei einem Seminar, im persönlichen Gespräch oder demnächst hier im Online Magazin.

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